Drucken auf Leinwand, Alu-Dibond und Forex – die wichtigsten Dinge, die du beachten solltest

Sein eigenes Bild in physischer Form betrachten zu können, hat einen ganz besonderen Reiz. Neben dem klassischen Druck auf Papier gibt es noch eine Reihe weiterer Materialien, auf die man seine Fotos drucken kann. Ich konzentriere mich im folgenden auf drei davon: Leinwand, Alu-Dibond und Forex. Alle drei haben andere Eigenschaften und entsprechend ihre Vor- und Nachteile bzw. Dinge, auf die man achten sollte. Legen wir los!

Leinwand-Druck

Bei einer Kaschierung auf Leinwand druckt man das Bild direkt auf den Leinwandstoff. Die Printtechnik bewegt sich je nach Anbieter zwischen 6- bis 12-Farbdruck. Anschließend wird der bedruckte Leinwandstoff auf einen Holzkeilrahmen gezogen und befestigt.

Welche Motive sollte man auf eine Leinwand drucken?

  • Die Fotoleinwand ist ideal für abstrakte & klassische Motive, malerische Aufnahmen & Kunstdrucke.
  • Vom Charakter einer Leinwand profitieren aber ebenso “normale” Motive wie Portraits, Landschaften oder Städte.

Eine Doppelbelichtung von Birken im Herbst mit einem 300mm-Teleobjektiv – das Foto ähnelt einer Malerei – daher ist dieses Motiv hervorragend zum Drucken auf Leinwand geeignet, die den künstlerischen Eindruck zusätzlich verstärkt.


Was spricht für einen Druck auf Leinwand?

  • Der Gemälde-Charakter gibt deinem Motiv das besondere Etwas.
  • Die Oberfläche der Leinwand fühlt sich strukturiert und weich an, ähnlich einer Leinenoberfläche.
  • Sie ist matt und somit reflexionsfrei – es treten also keine Spiegelungen auf.
  • Leinwanddrucke besitzen eine brillante und kräftige Farbwiedergabe.
  • Das Material ist sehr lichtbeständig – es kann daher auch an einem Ort hängen, der eine lange Zeit am Tag direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.
  • Eine Leinwand ist leicht und aufgrund des Rahmens problemlos aufzuhängen (eine extra Aufhängung ist nicht erforderlich).

Worauf ist beim Druck auf Leinwand zu achten?

  • Achte bei deinem Bild auf genügend Abstand zu den Rändern. Denn durch das Aufziehen der Leinwand auf einen Holzrahmen werden die Ränder des Druckes um den Rahmen geschlagen. Dadurch geht ein kleiner Teil der Bildfläche am Rand verloren.
  • Die Leinwand kann mit einem herkömmlichen Staubwedel von Schmutz befreit werden. Auch das vorsichtige Abwischen mit einem feuchten Lappen sollte problemlos möglich sein.

Druck auf Alu-Dibond

Alu-Dibond besteht aus einem circa 3 mm dicken Kunststoffkern. Dieser wird von zwei sehr dünnen Aluminiumplatten umschlossen. Der Druck erfolgt je nach Wahl direkt auf die Aluplatte oder wird als Papierfotoabzug aufkaschiert. Ich konzentriere mich hier ausschließlich auf die erste Variante, sprich: den Direktdruck auf die Aluminiumplatte. Zudem konnte ich bereits Erfahrungen mit Alu-Dibond sammeln – mehr Infos dazu erfährst du in diesem Blogartikel.

Welche Motive eignen sich für einen Druck auf Alu-Dibond?

  • Auf Alu-Dibond kommen vor allem Fotos mit hohem Weißanteil gut zur Geltung.
  • Ebenfalls profitieren verwischte Ansichten und Langzeitbelichtungen von den besonderen Eigenschaften des Materials.
  • Städte, Architektur und Industrie sowie Schwarzweiß-Motive im allgemeinen üben ebenfalls ihren ganz besonderen Reiz auf den Betrachter aus, wenn man sie als Alu-Dibond-Druck präsentiert.

Die durch Langzeitbelichtung erzeugten verwischten Elemente des Wassers würden in Kombination mit dem Schwarz-Weiß auf Alu-Dibond einen ganz besonderen Look bekommen – der subtile Glanzeffekt könnte hier seine Stärken vollends ausspielen, nehme ich an. Vielleicht überzeuge ich mich davon noch und gebe einen Druck in Auftrag. 😉


Was spricht für einen Druck auf Alu-Dibond?

  • Das Material ist matt und reflektionsarm. Dadurch bekommt es eine schlichte Eleganz.
  • Jedoch fangen einzelne Teile bei Seitenlicht an zu schimmern. Durch diesen subtilen Glanzeffekt wirkt der Druck daher auch edel und anmutig.
  • Alu-Dibond ist sehr dünn (meist um die 3mm) und wirkt dadurch sehr minimalistisch (im positiven Sinne).
  • Drucke auf Alu-Dibond sind UV- und wetterbeständig – man kann sie daher auch im Freien oder in Räumen mit hoher Feuchtigkeit problemlos platzieren.
  • Die hohe Stabilität bei relativ geringem Gewicht eignet sich besonders gut für große Drucke.

Worauf ist beim Druck auf Alu-Dibond zu achten?

  • Die Kanten können je nach Anbieter etwas scharf sein. Hier ist also Vorsicht beim Anbringen geboten.
  • Das Material (bzw. der Druck darauf) ist empfindlicher und kratzanfälliger als andere Materialien. Fingerabdrücke und weitere Verunreinigungen sind zu Vermeiden bzw. nur vorsichtig mit einem trockenen Baumwolltuch abzuwischen. Das Reiben mit hohem Druck ist ebenfalls zu vermeiden, um keinen Farbabtrag zu riskieren.
  • Plane bei der Bestellung bereits mit ein, wie du dein Bild an der Wand befestigen möchtest – viele Anbieter haben eine entsprechende Aufhängung im Angebot, die entweder mit dazu gekauft werden muss oder bereits im Lieferumfang enthalten ist.

Drucken auf Forex

Bei der Wahl dieses Materials wird dein Bild direkt auf eine Hartschaumplatte (Kunststoff) gedruckt. Die gängigste Plattenstärke/-dicke beträgt 5 mm, es sind je nach Anbieter aber auch stärkere Platten für den Druck verfügbar. Vor kurzem habe ich mich von Forex beim Anbieter Albelli überzeugen können. Dort habe ich im Rahmen der weihnachtlichen Vorbereitungen für die Familie ein Fotobuch erstellt. Als Geschenk für die Schwiegereltern gab es dann noch einen 50x70cm Druck auf Forex.

Welche Motive sollte man auf Forex drucken?

  • Forex eignet sich aus meiner Sicht für vieles, kommt aber vor allem bei detaillierten Landschaftsaufnahmen & Architektur voll zur Geltung.
  • Im allgemeinen eignen sich alle Motive mit besonders intensiven Farben und Formen für einen Druck auf Forex (der Direktdruck auf das Material besitzt eine hohe Farbbrillanz und eine große Detailschärfe).

Die Wanderungen in den Mooren von Estland halten so manch schöne Motive bereit. Die kräftigen Farben des Himmels und vielen Details des „Gestrüpps“ kommen auf Forex voll zur Geltung.


Was spricht für einen Druck auf Forex?

  • Die Oberfläche eines Forex-Drucks ist matt und reflektionsfrei.
  • Forex-Platten wiegen sehr wenig (noch weniger als Alu-Dibond & Leinwand). Es lassen sich daher auch sehr große Drucke problemlos an Wände anbringen, die nicht für hohe Gewichte geeignet sind. Wer keine Dübel oder Nägel in die Wand schlagen möchte, kann dieses Material auch problemlos mit doppelseitigem Klebeband an der Wand befestigen. Aber Vorsicht: Entfernen lässt sich das in der Regel nicht ganz ohne Probleme.
  • Wer großen Wert auf eine sehr gute Farbbrillanz und hohe Detailschärfe legt, ist bei Forex an der richtigen Adresse. Die raue Oberfläche verleiht dem Druck eine zusätzliche haptische Komponente.
  • Das Material lässt sich sehr leicht verarbeiten und ist damit besonders kostengünstig.
  • Forex ist witterungsbeständig und daher auch für den Außenbereich geeignet.

Worauf ist beim Druck auf Forex zu achten?

  • Auch Forex-Platten lassen sich nicht ohne weiteres an der Wand befestigen – plane auch hier beim Kauf bereits eine entsprechende Aufhängung mit ein (je nach Anbieter separat erhältlich oder bereits inklusive).
  • Reinigen sollte man Forex-Drucke mit einem nicht-fusselnden Zellstofftuch in Verbindung mit Isopropylalkohol. Herkömmliche Reinigungsmittel könnten die Oberfläche beschädigen.

Ich hoffe mit meiner kleinen Übersicht eine Entscheidungshilfe bereitgestellt zu haben, die dir beim nächsten Druckauftrag helfen wird. Ich wünsche dir viel Freude beim nächsten Druck deines Lieblingsbildes – egal ob auf Leinwand, Alu-Dibond, Forex oder einem ganz anderen Material. 😉

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